82. Infanterie-Division
1939 - 1944 2./GrenRgt 168 die Einheit "Vom Alex"

Aktualisiert: 22.05.2017

 

Wie komme ich dazu, hier eine Formation der Wehrmacht zu beschreiben? Mein Onkel "Der Alex" war in dieser Division. Auf dem Weg, seine letzten Tage zu rekonstruieren, fand ich keine Hilfreichen Informationen. In der deutschsprachigen Wikipedia war nichts, nur beim "Lexikon der Wehrmacht" - allerdings keine Vollständige Geschichte. So begann ich Informationen zu suchen, die die Lage vom 10. Oktober 1943 (Todestag "Vom Alex") zeigte. Allmählich fand sich die ein und andere brauchbare Information im Internet. Vieles auf russisch, da gibt es Unterlagen über Lage und Gefechtstätigkeiten. Aus diesen vielen Einzelheiten, konnte ich mir dann ein Gesamtbild der Lage verschaffen (siehe in "Der Alex" Kapitel 9.4 "Marschbefehl ohne Wiederkehr") was in den letzten 14 Tagen im Leben "Vom Alex" los war. Übrigens entstand daraus der von mir geschriebene Beitrag in der deutschsprachigen Wikipedia "82. Infanterie-Division (Wehrmacht)".
Sie nahm am Westfeldzug, "Fall Gelb" und "Fall Rot" sowie am deutsch-sowjetischem Krieg teil (siehe Einsätze). Ihre Feuertaufe erhielt sie bei ihrem ersten Einsatz während des "Fall Blau", die Deutsche Sommeroffensive des Jahres 1942 gegen den Don. Verlustreiche Rückzugsgefechte im Januar und August 1943 begannen. Im Raum Kamenets-Podolsk (russ. Kamjanez-Podilskyj) wurde die Division im "wandernden" (Hube)-Kessel eingekesselt im Bereich Bershchev-Chortkov im April 1944 zerschlagen und am 10. Mai 1944 außer Dienst gestellt. Teile der Division kamen in sowjetische Gefangenschaft, die restlichen Teile wurden als Divisionsgruppe 82 von der 254. Infanterie-Division aufgenommen.
Die Aufzeichnungen der 82. Infanterie-Division, Kriegstagebücher der Division mit Anlagen, enden im Juni 1943. Vermutlich sind die KTB ab Juli 1943 bei den Absetzbewegungen und Einkesselung verloren gegangen oder wurden vernichtet. Diese Annahme bestätigt die Chronik des Infanterieregiment 168. Die im Oberkommando der Wehrmacht (OKW) archivierten vorhandenen Aufzeichnungen der 82. Infanterie-Division wurden nach Kriegsende von den Alliierten sichergestellt und auf Microfisches abgelichtet. Diese befinden sich bei der NARA (National Archives Research Agency) und zum Teil auch beim Militärarchiv des Bundesarchivs in Freiburg im Breisgau.
Militärgeschichtliche Dokumentationen findet man über die 82. Infanterie-Division kaum. In dem Standartwerk von Georg Tessin "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945" wird die Division im Band 6: "Landstreitkräfte 71–130" (Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979, ISBN 3-7648-1172-2) auf der Seite 63 aufgeführt. Im Band 7: "Landstreikräfte 131-200" werden die Unterstellten Einheiten auf den Seiten 110 (Infanterie-Regiment158), 149 (Infanterie-Regiment166), 158 (Infanterie-Regiment 168), 215/216 (ArtRgt 182 u. andere Teile) aufgeführt. Diese Zusammenstellung erfolgte mittels den bei der NARA befindlichen Ablichtungen, sie endet ebenfalls im Juni 1943. Anhand der Bücher von Kurt Mehner

  • "Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945, Band 8, Berichtszeitraum von 1. September 1943-30. November 1943"
  • "Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945, Band 9, Berichtszeitraum von 1. Dezember 1943-29. Februar 1944"
  • "Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945, Band 10, Berichtszeitraum von 1. März 1944-31. August. 1944"

und der Lagekarten des OKH GenStdH OpAbtIIIb (Oberkommando des Heeres Generalstab des Heeres, Operationsabteilung IIIb), konnte ich den Einsatz der Division im nördlichen Bereich von Kiew belegen und somit die letzten Tage von Alex rekonstruieren.
Als nicht besonders aufschlussreich erwies sich die Chronik "Infanterie-Regiment 168". Darin sind die Gefechte ab dem "Fall Blau" bis zum Rückzug und Auffrischung bei Kursk und die Gefechte ab dem 20. Oktober während dem Hube-Kessel bis zur Auflösung aufgeführt. Die Gefechte bei Kiew fehlen und sind nur in einem Satz erwähnt.

Weiterführende NARA Dokumente über die Division (Lagekarten, Gefechtsberichte) nach Juni 1943 findet man in den Rollen der Heeresgruppe SÜD, 4. PzArmee und dem XIII. Armeekorps (Armeekorps). Da muss man sich aber durch viel Papier wühlen.

 

Hier nun die Geschichte der 82. Infanterie-Division:

Die 82. Infanterie-Division (82. Infanterie-Division) war ein militärischer Grossverband der Deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg. Sie war eine Division der 6. Aufstellungswelle und wurde gemäß dem Befehl des Oberkommando des Heeres (OKH) vom 11. November 1939 gebildet. In den Unterlagen der NARA wird sie fälschlicher Weise der 5. Aufstellungswelle zugeschlagen.

Aufstellung:
Die Division wurde mit Reservisten aus dem Wehrkreis IX (Hessen, West-Thüringen), in Kassel, am 1. Dezember 1939, mit Abstellungen aus den Wehrkreisen V (Württemberg und Baden) und VI (Westfalen, nördliches Rheinland), aufgestellt. Die Aufstellung der Stäbe erfolgte in Bad Hersfeld (Divisionsstab), Eschwege (Infanterie-Regiment 166), Hanau (Artillerie) und Erfurt-Arnstadt/Thürigen (Infanterie-Regiment 168). Im Januar 1940 verlegte die Division nach Hammelburg auf den Truppenübungsplatz (TrÜbPl) Wildflecken zum Manöver und Ausbildung (Gefecht verbundener Waffen) auf Divisionsebene. Dort wurde die Division mit tschechischem Gerät ausgestattet und ausgerüstet.
 

Die Divisionsabzeichen:

 

links:
Es zeigt eine Raute, eingeteilt in ein weißes und ein schwarzes Feld mit einem weißem Punkt. Die Raute symbolisiert dabei die Verbundenheit zu Bayern (Wildflecken).

rechts:
Es zeigt eine Raute, eingeteilt in ein weißes Feld mit einem schwarzem Punkt und ein schwarzes Feld mit einem weißem Punkt. Die Raute und die beiden Felder sollen die "8" darstellen und die beiden Punkte die "2".

Wann die Divisionsabzeichen entstanden sind, ist nicht belegt, ebenso deren Bedeutung.

Einsätze der Division:

Einsatz im Westfeldzug 1940:
Am 5. Mai 1940 verlegte die Division mit dem Zug in den Bereitstellungsraum bei Bitburg. Sie marschierten nach Charlevillle über Vianden, Hompre, Wiltz und Neufchateau. Ab dem 31. Mai beteiligte sie sich an offensiven Operationen im „Fall GELB“ (Luxemburg) und „Fall ROT“ (Frankreich). Von Charleville über Rethel, Chalons, Tours und Langres. Im Juli 1940 kehrte die Division in ihre "Garnison" Wildflecken zurück.
Ab August 1940 wurde die Division beurlaubt und am 15. Februar 1941 wieder einbestellt.

Als Besatzungstruppe in den Niederlanden
Sie verlegte in die Niederlande in den Raum Breda, Rotterdam, Dordrecht, Utrecht und Haarlem. Dort löste sie die 197. Infanterie-Division ab, die zur Umgliederung nach Mannheim und im Anschluss nach Polen verlegte, und übernahm die Funktionen des „Kommandeur der Truppen des Heeres in den Niederlanden - Höheres Kommando XXXVII z.b.V.". Am 14. März 1941 wurden von der 197. Infanterie-Division Unterlagen zur Wahrnehmung der Aufgaben in Verbindung mit der Verwaltung der besetzen Niederlande übernommen.
Das „Höhere Kommando XXXVII z.b.V.“ wurde nach Belgien und Nordfrankreich überführt. Am 25. August 1941 wurde der 82. Infanterie-Division  Alkmaar, Groningen, Velsen, Leiden und Den Helder als Einsatzraum zugeordnet. Hier lautete der Auftrag: Ausbildung und Küstenschutz. Die 82. Infanterie-Division blieb als „Kommandeur der Truppen des Heeres in den Niederlanden“ bis zum 30. April 1942, dann gab sie diese Aufgabe an die 167. Infanterie-Division ab.

Der Weg der 82. Infanterie-Division in Russland:

 

 

Dieser Aufsatz beschreibt den Weg der 82. Infanterie-Division von ihrem Einsatzbeginn in Russland, beginnend im Mai 1942 in Wolkowysk (Waukawysk), Belarus, und endend in Podolien/Westukraine bei Kamnets-Podolsk (Kamjanez-Podilskyj), Oblast Chmelnyzkyj, im Vorland der Ost-Karpaten. Der Weg ab Wolkowysk wurde anhand der Lagekarten des Generalstabes des Heeres, Operationsabteilung IIIb (GenStdH OpAbt IIIb) von Mai 1942 bis Mai 1944, soweit es die Dokumente zuliessen, rekonstruiert. Teile der Chronik der Infanterie-Regimentes 168 bestätigen Zeit- und Ortsangaben. Die Namen der Ortschaften beziehen sich auf die in den deutschen Lagekarten niedergeschriebenen Orten. Den Ortschaften habe ich in Klammern, schräggestellt, die aus Google Earth transkripierten (ukrainischen) Ortsnamen nachgestellt. Dies soll dem interessierten Leser die Suche in Google Earth bei der Auffindung der Orte erleichtern. Die Reise beginnt in den Niederlanden, über Deutschland und Polen, geht über Warschau nach Volkowysk (Waukawysk), die Strecke beträgt 250km. Von Volkowysk, das ist ca. 90km östlich von Bialstok (Bialystok), geht es nach Glussk (Sluzk), ca. 100km südlich. Minsk, eine Strecke von 220km, von dort geht es nach Rogatschew (Rahatschou) am Dnjepr. Von Rogatschew, ca. 100km nordöstlich. Gomel (Homel), geht es nach Orel (Orjol), eine Strecke von 400km, bis Kursk sind es dann noch 150km. So legt die Division ab der polnisch-russischen Grenze über 1000 Bahnkilometer zurück.

 

Div Kdr. Alfred Baentsch
* 05.02.1894 Mägdesprung
† 31.01.1943 Ostfront

Marsch in den Einsatzraum:

Ab dem 25. Mai rollt die Division per Eisenbahn auf der Bahnstrecke Orel-Kursk Richtung Kursk. Bei Solotuchino (Zolotukhino)/Okolowo (Ukolovo) werden am 1. Juni 1/3 der Division entladen und marschieren via Kossorsha (Kozhorza) in die Nordflanke des XIII. Armeekorps, in den zugewiesenen Frontabschnitt der Division nordöstlich Tschigiry (Schtschigiry), Linie Rusanowo (Rusanovo) – Samaraika (Vyshnyaya-Zamaraika) (Dolgoje (Dolgoye)), nordöstlich Kursk, entlang des Tim. Anmerkung: Im Band 6 von Tessin, ist die Division dem XXXXVIII. Armeekorps (mot) unterstellt, die im Bereich Belgorod liegt, das scheint zumindest den Lagekarten nach nicht korrekt zu sein, denn im Operationsplan für das Unternehmen Blau und der Lagekarte (siehe unten), ist der Ausladeraum Kursk, der Bereitstellungssraum am Tim im Bereich des XXXXVIII. Armeekorps (mot).

Ausladeräume Planung GenStdH für die Operation Blau (28. Juni 1942)
Dieses Bild zeigt die Ausladeräume der frischen Divisionen für das Unternehmen "Blau" (28. Juni 1942)

Sie lösen die 9. Panzerdivision in Teilen ab. Dabei werden die Divisionsteile am 2. und 3. Juni durch die dort liegende Teile, 1/3 der 88. Infanterie-Division, verstärkt. Am 4. Juni befinden sich die Restteile der Division auf dem Marsch bei Ostreschkowo (Oztreshkovo), nördlich Kursk. Am 5. Juni verlegen diese über die Roll- und Eisenbahn nach Tschigiry. Am Folgetag erfolgt ein Kommandeurswechsel: General Friedrich Hoßbach übergibt die Division an General Alfred Baentsch. Die Division liegt nun komplett in ihrem Abschnitt und bleibt bis zum 21. Juni dort liegen. Sie untersteht in der Heeresgruppe SÜD (Generalfeldmarschall Fedor von Bock) der 4. Panzerarmee (Generaloberst Hermann Hoth) dem XXXXVIII. Armeekorps. Für die bevorstehende Sommeroffensive, der "Fall Blau", wird die Division der "Armeegruppe  von Weichs" (Generalsoberst Maximilian von Weichs), bestehend aus der 2. Armee, der 2. Armee (ungarisch) und der 4. Panzerarmee, unterstellt und dem XIII. Armeekorps (General der Infanterie Erich Straube) angegliedert.  Die Angriffstruppen werden herangeführt, am 27. Juni werden die Einheiten umgruppiert und gehen in Stellung. Die 82. Infanterie-Division in 3 Teile auf folgenden Divisionen auf- und zugeteilt: 1/3 zu 8. Panzer-Division, 1/3 zu 3. Infanterie-Division (mot) und Rest bleibt gegenüber Dolgoje stehen. Am nächsten Tag beginnt das fast zwei Jahre lange Sterben und Leiden der 82. Infanterie-Division….

Lage 27. Juni 1942. Angriffsformation "Fall Blau" Angriffsziel Woronesch
Lage 27. Juni 1942: Angriffsformation "Fall Blau" Angriffsziel Woronesch

Angriffsrichtung: Woronesch!

Am 28. Juni wird der „Fall Blau“ ausgelöst. Damit beginnt die deutsche Sommeroffensive: Angriffsziel am Nordflügel der Heeresgruppe SÜD ist Woronesch am Don, da ihr als wichtiger Eisenbahn-, Strassen- und Flussverbindungspunkt eine grosse strategische Bedeutung beigemessen wird. Der Angriff wird allerdings erwartet. Durch den Absturz von Major Reichel (1a, 23. Panzer-Division) auf seinem Erkundungsflug am 19. Juni 1943, fielen den Sowjets Unterlagen in die Hände, die Woronesch als 1. Angriffsziel ausweisen. Zeitgleich beginnt die sowjetische Verteidigungsoperation "Woronesch-Woroschilowgrader Operation". Dazu zog Timoschenko seine Truppen (40. Armee), durch eine Anweisung Schukows, nach Osten hinter Woronesch ab. (Der zweite Weltkrieg, Band Der russische Gegenschlag, Time-Life, Amsterdam 1982, ISBN: 9-06-182-436-2, S. 117, 120). Das XIII. Armeekorps, mit der 82. Infanterie-Division, übernimmt die Flankensicherung des nördlichen Flügels der Armee, das VII. und XXXXVIIII. Armeekorps die Speerspitze zum Angriff auf Woronesch.

Vorplanung 30. April 1942 zu Blau.
Die Vorplanung des GenStdH vom 30. April 1942 zeigt, dass die 82. ID zur Sicherung der Flanke eingesetzt wird. Lediglich die Korpsunterstellung der 82. änderte sich.

Wie vorher beschrieben, verstärkten Teile der Division die 9. Panzer- und 3. Infanterie-Division (mot), der „Divisionsstamm“ geht neben der 11. Panzer-Division gegen Dolgoje vor, nimmt es und geht südlich gegen Nischne Olschanoje (Nizhnee Ol´shanoye) in Richtung Kschen weiter vor. Ein Gegenangriff einer sowjetischen Panzerbrigade bei Kusmodemjanskoje (Koz´ma-Dem´yanovskoye), aus dem Raum Wolowo (Volovo), östliche Richtung, und Sredni-Raschowjez (Srednyi Raskhovets), südliche Richtung, wird durch die 11. Panzer-Division abgewehrt.

Lage 29. Juni 1942,Nordflanke HGr SÜD, XIII. AK
Lage 29. Juni 1943, Mittelabschnitt Ostfront, 2. Armee (v. Weichs) Nordflügel HGr SÜD

Am nächsten Tag geht der Angriff mit dem Schwung des Vortages weiter, die Division geht auf Wolowo vor, nördlich die 385. Infanterie-Division, südlich die 11. Panzer-Division, und geht über den Kschen. Damit sind die sowjetischen Linien durchbrochen. Dennoch ist es auffällig, dass der Russe sich ohne den sonst verbissenen Widerstand zurückzieht (Der zweite Weltkrieg, Band Der russische Gegenschlag, Time-Life, Amsterdam 1982, ISBN: 9-06-182-436-2, in der Chronik des Infanterie-Regiment 168 ist jedoch zu entnehmen, dass die Erzwingung des Flussübergangs mit hohen Verlusten erkämpft wurde (S. 18). Am 2. Juli gewinnt die Division die Strasse Wolowo-Livni (Livny) und die Ortschaft Sacharowka (Zasharovka). Dabei erleidet das III/168 einen Verlust von 77 Mann, darunter der BtlKdr und 2 KpChefs, ist in der Chronik vermerkt. Am nachfolgenden Tag stösst die Division gegen Nordost zur Bahnlinie Waleiki-Jelez und den Ort Borki (Borki) den Olym vor, den sie am 4. Juli erreicht. Am 5. Juli wird Borki genommen, die Division schwenkt nach Norden ein und nimmt zur Sicherung der Flanke die Linie Borki-Eisenbahnlinie ein. Der Regimentsstab 168 liegt in Fedorowka, die Chronik spricht von schweren Kämpfen, bei denen die sowjetische Soldaten das Regiment umfassen. Am 9. Juli 1942 wurde die Heeresgruppe SÜD  in Heeresgruppe A und B aufgeteilt. Dabei wird die "Armeegruppe v. Weichs"  Teil der Heeresgruppe B, deren Kommandierender General von Weichs wurde, die 2. Armee wird von Generaloberst Hans von Salmuth übernommen.

Bei der Verfolgung sowjetischer Einheiten kommt das 168. Infanterie-Regiment bei Wojeikowo in einen starken sowjetischen Gegenangriff. Schwere Abwehrkämpfe folgen bis zum 10. Juli 1942, so die Chronik. Sie führt weiter aus: "Nach 9 Tagen Einsatz hat das Regiment 325 Gefallene, darunter 25 Offz und über 900 Verwundete, davon auch 25 Offiziere." Das wären bei einer (ausgegangene) Stärke von 3000 Mann/Regiment fast 11% Totalverlust und fast 30% Verwundete. Somit eine Personelle Schwächung von mehr als 40%. Seit dem 10. Juli 1942 liegt die Division nördlich Kastornoje, bei Gatitsche (Gatishche) – Soldatskoje (Soldatskoye). Das aufgefrischte III./168 (drittes Bataillon des Infanterie-Regiment 168) wird an die 377. Infanterie-Division abgegeben, diese operiert westlich des Don bei Bolschoja-Wereika (Bol’shaya-Vereyka) mit schweren Abwehrkämpfen auf den Brückenkopf jenseits des Don, nördlich Woronesch. Am 18. September wird auch das I. und II. Bataillon in den Brückenkopf verlegt. Bei den Kämpfen bei Olchowatka-Repnoje (Ol' khovatka-Repnoye) wird der Angriff abgewehrt, aber die drei Bataillone werden schwer angeschlagen, ist in der Chronik des Infanterie-Regimentes 168 nachzulesen. Am 29. Dezember 1942 darf das Infanterie-Regiment 168 in die Divisionsstellungen bei Gatitsche (Gatishsche) abrücken. Das III./168 wird aus Ersatz neu aufgestellt und erhält den Regimentsadjutanten als Bataillonskommandeur, so die Chronik weiter. Am 24. Januar beginnt die „Woronesch-Kastornoje Operation“ der Roten Armee, eine Unteroperation der „Woronesch-Charkiwer Operation“, die vom 13. Januar bis zum 3. März andauert, dabei treibt die Rote Armee die 2. Armee über 350km weit nach Westen und fügt ihr dabei einen großen Verlust von Mensch und Material zu. Die "Woronescher Front" wurde geführt von Filipp Iwanowitsch Golikow. Die Chronik des Infanterie-Regiment 168 schreibt dazu: "[...] Die 82. Infanterie-Division hat keine Reserven. Die drei Bataillon des Infanterie-Regiment 168 sind vorne in einer dünnen Abwehrfront eingesetzt. Schwere Waffen, Panzer und Panzerabwehrwaffen fehlen." weiter schreibt sie, dass der Division eine 8,8 Flak-Abteilung (Heeres-Flak-Abteilung 292) zugeführt wurde, die nicht einsatzbereit ist, da ihr Winterausrüstung und Munition fehlt. [...]"

Im KTB des XIII. AK fand ich ein Interessantes Dokument, dass es den Korpseinheiten verbietet, der Zivilbevölkerung selbständig Lebensmittel zu requirieren. Es resultiert aus dem Befehl zur Vorbereitung des Unternehmens "Morgenröte" (herauslösen der 68. ID) hier der "Besondere Anweisungen für die Versorgung für das Unternehmen "Morgenröte" vom 6.1.1943 aus der Quartiermeisterabteilung "Qu." 12/43 (erste Ausfertigung), hier insbesondere die Seite 6:

Besondere Anweisung für die Versorgung für das Unternehmen "Morgenröte"

Besondere Anweisung für die Versorgung für das Unternehmen "Morgenröte"

Einkesselung bei Kastarnoje und Rückzug nach Ssumy

Das VII. Armeekorps räumt den Brückenkopf Woronesch und geht hinter den Don (Unternehmen Richard). Am 26. Januar setzen Einheiten der sowjetischen 13. Armee an der Nahtstelle der 383. und 82. Infanterie-Division früh morgens um 5.00 Uhr mit Artillerie- und Schlachtfliegervorbereitung zum Angriff an, sie drücken zunächst die deutschen Linien nach Süden zurück und erreichen am nächsten Tag einen Einbruch in die Hauptkampflinie (HKL) im Abschnitt der 82. Infanterie-Division, der Einbruchsraum wird rasch grösser. Dabei wird ein Teil der Division nach Westen und der Rest nach Osten abgedrängt. Die Chronik: "[...] Das Infanterie-Regiment 168 besaß zum Beginn des Angriffes noch 3 Kampfstarke Bataillone, am Abend hatte das Infanterie-Regiment 168 noch eine Gesamtstärke von 200 Mann (vgl RgtStärke: 2000-3000, das entspricht einem Verlust von über 90%). Die Bataillonskommandeure II. und III. fallen. Die Masse des Infanterie-Regiment 168 fällt oder geht in Gefangenschaft" [...]. Siegfried Mühlhausen, Mitverfasser der Chronik des Infanterie-Regiment 168, wird an diesem Tag in gefangen genommen. Der Rest des Infanterie-Regiment 168 kämpft sich nach Sacharowka und später nach Bogdanowo durch, dort lag der Regimentsgefechtsstand.

Lage 27. Januar 1943: Sowj. Einbruch in die Flanke der 2. Armee
Lage 27. Januar 1943: Nach den Angriffen vom 26. Januar 1943 erfolgt am 27. der Einbruch in die Flanke der 2. Armee. Die Einschliessung der Kampfeinheiten von Woronesch

An dieser Stelle gehe ich jetzt auf einen Teil des Kampfberichtes des XIII. AK ein. Er titelt unter "Gefechts-Bericht Generalkommando XIII. A.K. für die Zeit vom 1.-31.1.43 als Ersatz für das bei den Rückzugskämpfen vernichtete K.T.B."

Ich gebe aus dem 14-seitigem Bericht nur Auszüge wieder, die sich auf die 82. ID beziehen und die allgemeine Lage spiegeln.
Der Führer des KTB vermerkt in der Auffrischungszeit im neu geschriebenen KTB:

"[...] Vorbemerkung: Der Gefechtsbericht wird, da fast sämtliche Unterlagen, insbesondere die Befehle der vorgesetzten Dienststelle und die eigenen vernichtet worden sind, ausschließlich nach dem Gedächtnis geschrieben. Er gibt daher die Zeit vom 1. bis 25.1. nur einen allgemeinen Überblick, für die Zeit vom 26. bis 31.1. können in den angebenen Zeiten Ungenauigkeiten enthalten sein.[...]"

1. - 24.1.:
Das Generalkommando berichtet, dass die Feindtätigkeit vor dem 24. Januar gering war und sich der Russe  im allgemeinen nur auf Spähtrupptätigkeiten begrenzte. So plante das Korps einen Angriff im Bataillonsrahmen,  um sowjetische Einheiten zu binden. Durch das Korps wurde entschieden, dass die 82. ID diesen Angriff durchführen soll. Dazu der Bericht:
"[...] Das Korps hatte sich von allen Divisionen Vorschläge einreichen lassen und sich entschieden, einen Angriff der 82. ID durchführen zu lassen, mit dem Ziel, den nördlich Borki liegenden Ort Afrossimowka vom Feind zu säubern. Zu diesem Angriff ist es indessen nicht mehr gekommen [...]"
Der Bericht spiegelt den Eindruck , dass "[...] im großen ganzen [...] Eindruck bestand [...] der Russe schwächer geworden sei [...]". Die 2. Armee befahl dem Korps, die 68. ID aus der Front zu ziehen ("Unternehmen Morgenröte"). Dadurch wurden die Divisionsfronten entsprechend auseinander gezogen: 

377. ID: 29km Gefechtsbreite,
340. ID: 36km Gefechtsbreite,
82. ID: 44km  Gefechtsbreite
Zum Vergleich: der normale Gefechtsabschnitt (Frontbreite) einer Infanterie-Division lag in der Regel bei 10 bis 12km, die Idealbreite 8 bis 10km. Im Angriff lagen die Gefechtsbreiten enger um eine schnelle Schwerpunktbildung zu ermöglichen.
Dazu der Bericht des Korps: "[...] Von einer Verteidigung gegen einen ernsten russ. Angriff konnte dann selbstverständlich nicht mehr die Rede sein [...]" Diese Erkenntnis meldet das XIII. AK an die vorgesetzte Dienststelle 2. Armee. Die Armee versicherte "[...] das dies bekannt sei und es sich um eine Vorsorgliche Massnahme handele, für den Fall, dass weiter rechts bei der anschließenden ungarischen Armee etwas passiere [...]"

25.1.:
Während bis zum 24.1. vor der Front des XIII. AK alles ruhig war und man im Stab den Eindruck hatte, dass der Russe Kräfte abzog, erfolgte am 25.1. erstmals ein Angriff auf den linken Flügel der 82. ID: beim GR 168: "[...] ein russ. Angriff in Regimentsstärke, der unter Verlusten für den Gegner abgewiesen wurde [...]" Dieses Ereignis markiert den Beginn der sowjetischen Offensive "Woronescher-Charkower Operation".
"[...] Das Korps hatte sich unter dem Eindruck des in der Frühe bei der 82. ID erfolgendem Angriff entschlossen, seine Korpsreserve, das H.Pi.Btl 742 (Heerespionierbataillon 742 Teil der Korpstruppen), dass bei Troizkoje stand, der 82. ID zur Verfügung zu stellen und nach Wolowo zuzuführen. Gleichzeitig wird die einzige Mörserbatterie, die das Korps noch hat, sowie eine engl. Beutebatterie (erbeutete engl. Artilleriegeschütze) der 377. ID seit dem 24.1. der 82. ID zugeführt. Weiterhin wird der Division eine Heeres-Flak-Abteilung zugeführt und zum Erdkampf unterstellt [...]"
Ob es sich hier um 8,8cm Flak-Geschütze geht, ist aus dem Bericht nicht zu erfahren. Aber, wie oben bereits aus der Chronik erwähnt, könnte das die Heeres-Flak-Abteilung 292 gewesen sein.

26.1.
Bei der 340. ID war ein erneuter russ. Angriff erfolgreich und es kam zu einem Tiefen Einbruch in die deutsche HKL: "[...] er sitzt bereits in Olymtschik und drückt in Richtung Beresowka und Troizkoje [...] Auch bei der 82. ID hatte der Russe auf dem linken Flügel seit den frühen Morgendstunden angegriffen. In mehrfach vorgetragenen, durch Panzerkräfte unterstützten Angriffen gelang es ihm schliesslich einzubrechen und die Stellung, trotz mehrfacher Panzerabschüsse, von Rückwärts durch die Panzer aufzurollen. Der Linke Flügel der Division hält am Abend die Linie Natalewka-Ssacharowka. Die Verluste sind erheblich [...]"

Lage am 26. Januar 1943, HKL durchbrochen

Die Lage stellt sich am Abend des 26.1. für das Korps so, dass das geplante "lösen vom Feind" (Unternehmen "Elch"), nicht mehr durchführbar ist. Die Rückzugsstrassen nach Westen, im Bericht als "F-Strasse" und "Strasse-13" bezeichnet, sind vom "Gegner bereits gesperrt". Der Schwerpunkt desAK  ist nun, hinter den Olym zu gehen um dort eine neue HKL zu bilden. Der einzig verfügbare Gewässerübergang liegt bei Kastornoje, daher muss Kastornoje unter allen Umständen für die Evakuierung der Truppenteile gesichert und gehalten werden. Derweil scheint sich die Lage so dramatisch bei der 82. ID entwickelt zu haben, dass diese nur noch den selbständigen Ausbruch nach Westen bleibt: "[...] 82. ID hat selbständig den Entschluss gefasst nach Westen über "Wetrowka-Kulikowka durchzubrechen. Wolowo ist verlorengegangen. Der Entschluss wird vom Korps gebilligt [...]"

Um das Chaos und die Panik darzustellen:
"[...] Der Bhf (Kastornoje) steht, genau wie der Bhf Kurbatowo, noch voller Züge. Wie üblich, versagt die Bahn, wenn es darauf ankommt. Dem Kdt. (Ortskommandant Kastornoje) stehen folgende Kräfte zur Verfügung:

- 2 Kompanien seines eig. Regimentes
- 2 Urlauberbataillone ohne schwere Waffen
- 1 ArtAbt der 68. ID
- 1 ArtAbt der 82. ID (Major Allard)
- 1 Pak-Kompanie mit 15 franz. schwere (Beute) Pak
mehrere Versprengten Formationen, die aber nur mit der blanken Waffe zusammengehalten werden können (Panikreaktionen der Einheiten)

Was sich sonst noch alles in Kastornoje befindet, ist nicht annähernd zu erfassen! Eine Kontrolle hierüber ist nicht möglich. [...]" Die Armee weist darauf hin, das Kastornoje "[...] so lange wie möglich zu halten [...] 377.ID zu versammeln, um dann nötigenfalls die "Strasse 13" wieder freizukämpfen [...]"

Lage am 27. Januar 1943 mittags. An diesem Tag fällt der DivKdr. Baentsch

Am 28.1. hat das Korps keine Verbindung zur 82. ID. Weder per Draht (Telefon) noch per Funk. An diesem Tag bricht auch das Chaos aus, weil die Russen den Kessel geschlossen haben und nun die Deutschen Einheiten nach Osten drücken: "[...] Gegen 11.00 Uhr kommen auf einmal, einer Sturmflut vergleichbar, aus westl. Richtung Trosse angaloppiert. Der Russe hat westl. Kastornoje-West die Strasse gesperrt. Zu gleichem Zeitpunkt kommen von den Bahnhöfen Kastornoje-Nord, -West und Latshcinowo Meldungen, dass russ. Panzer in die Bahnhöfe eindringen. Alles Bahnpersonal, Soldaten usw. verlassen fluchtartig die Bahnhöfe. auf denen noch ca. 15 beladene Züge stehen, nicht gerechnet mit diesen, die sich noch auf Strecke befinden. Der Kd.Gen (Kommandierende General Straube) gibt daraufhin den Befehl zum sprengen der Bahn. Damit ist gleichzeitig die Fernsprechverbindung zur (2.) Armee unterbrochen [...]"
Weiter gibt der Bericht bekannt: "[...] Die eigene Truppe, fast nur Versprengte und Urlauber, die sich gegenseitig nicht kannten, ist nur mit den härtesten Mitteln zusammen zu halten [...]".

Lage am 28. Januar 1943 mittags. Lage Karte des XIII. AK

"[...] 82. ID ist bereits selbständig im Durchbruch nach Westen, Verbindung besteht nicht [...]" steht auf Seite 9 des Gefechtsberichtes. Der Kd. Gen. gibt um 15.00 Uhr den Befehl zum Ausbruch an die 340. und 377. von Kastornoje in Allgemeine Richtung "Westen". Dazu kam dann noch ein weiterer unangenehmer Zwischenfall:
"[...] Dieser Befehl kann gerade noch durch Funk an die 340. ID abgesetzt werden, da wird das Funkgerät durch einen Panzervolltreffer zerschossen, so, dass eine Benachrichtigung des VII AK. und des AOK2 nicht mehr möglich ist. Damit ist die Führung des Korps auch ihres letzten Führungsmittels beraubt, sie hat keine Verbindungen mehr zu den Divisionen und muß diese sich selbst überlassen [...]" Nun steht der Kd. Gen. vor der Frage, was er nun mit seinem Stab tun soll: geht man Richtung Osten um die Divisionen zu erreichen oder mit der Kampfbesatzung Richtung Westen auszubrechen "[...] um dadurch wieder seine Korpstruppen und die 82. ID in die Hand zu bekommen [...]" Man entschließt sich für den Ausbruch nach Westen. Dazu werden durch den Ia (Generalstabsoffizier/Chef des Stabes Oberstleutnant (OTL) Eberhard Kaulbach) und O1 (erster Ordonanzoffizier/Adjudant des Ia Oberleutnant (OLt) Hermann von Buchwaldt) die Vernichtung der Geheimdokumente, Karten, Befehle und KTB durchgeführt und überwacht. Der Stadtkommandant Kastornoje gibt 18.00 Uhr als Ausbruchsbeginn bekannt. Als Führer der Vorhut wird Major Allard, der Kdr eines der Artillerieabteilungen des AR182 der 82. ID. Die Vorhut durchbrach die russ. Sicherungen und warf den Gegner zwischen Kastornnoje-Nord und Kastornoje. Der Angriff lief zügig, so schnell, dass die Trosse und Versprengten- und Urlaubereinheiten durch die zerschossenen Fahrzeuge auf der Eisenbahnbrücke über den Olym beim Übergang verzögert wurden und somit den Anschluss an die Kampfgruppe Allard verlor. Als Folge dessen schob sich der Russe erneut zwischen die deutschen Einheiten. Unter der Führung des Kd. Gen. (General d. Inf. Erich Straube) wurde der Russe erneut geworfen. Allerdings kam es in Kastornoje erneut zu einer Stockung, da die Ortsstrasse von so hunderten Fahrzeugen verstopft war, dass es kein Durchkommen gab. Die Kampfgruppe um den Kommandierenden zerfiel in Einzelgruppen, die sich im Einzelmarsch durch die russ. Linien durchsickerten und selbständig nach Westen zurück gingen. Der Korpstab hatte ein viertel seines Stabes verloren. Darunter waren der Ia und O1.

Aufklärungsspitzen erkundeten in Rasdolje deutsche Soldaten. Der Ib [Qu.] (Quartiermeisterabteilung Major i.G. Friedrich Blickle) des XIII. AK wurde als Vorkommando dorthin befohlen mit dem Auftrag dort Heissgetränke bei den Bauern zu requirieren, die beim Durchmarsch der Einheiten ausgeben werden sollte. Gegen 15.30 kamen Soldaten aus Rasdolje mit der Meldung, dass alles von den Russen überrannt worden sei "[...] diese Meldung stimmte nur zum Teil, der Qu. (Ib) lag noch im Ort und wartete bis 18.30 auf das eintreffen der Marschkolonne. Nachdem mit dieser nicht mehr zu rechnen war, ist er sodann ausgebrochen [...]" steht im Bericht. Das Dorf liess man, auf Grund der Meldung, beim Ausbruch "links" liegen. Major Blickle fiel durch einen  Überfall durch die Russen zwischen dem 29. und 30.1.

Beim Ausbruch galt es noch eine Panzersperre zu überwinden, dieser Durchbruch gelang. Die Gruppe wurde durch den Ia persönlich geführt und gespurt. "[...] das Querfeldeinlaufen durch oft knietiefen Schnee verlangt das Letzte von den Leuten [...]"

Dem übriggeblieben Rest der 82. ID glückte der Durchbruch, sie liess allerdings das ganze schwere Gerät zurück. Sie wurde der 4. PzDiv unterstellt und deckt die Nordflanke der Division, die am Tim das Vorgehen der Russen in Richtung Kursk zu verzögern suchte.

Lage 29. Januar 1943, abends: Einkesselung und Ausbruchsversuch, Teilung der Division
Lage am 29. Januar 1943, abends: Die nach Westen abgedrängten Teile der 82. ziehen sich nach Westen zur 4. PzDiv, der Rest (östlich abgedrängt) nach Kastornoje zurück.

 

An diesem Tag wird der Divisionskommandeur Generalleutnant Alfred Baentsch schwer verwundet, an diesen er am 31. Januar in einem Lazarett erliegt. Die Chronik des Infanterie-Regiment 168 schreibt dazu: "[...] gerät schwerverwundet in russ. Gefangenschaft [...]." Die Division übernimmt zunächst der KdrArtRgt182 Oberst Heyne. Da er nicht im Generalsrang steht, heisst das „mit der Führung beauftragt“. Generalleutnant Karl Faulenbach, dieser wird dazu aus der Führerreserve aktiviert, folgt dem  verstorbenem General Baentsch Mitte Februar. Nun bahnt sich eine Umfassung dreier Armeekorps´s (III., VII. u. XIII.) an. Am 28. Januar wird die Division in zwei Teile gespalten und jeder eingekesselt. An diesem Tag fällt der Kommandeur der "Schnelle Abteilung 182" (siehe: Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979, S. 215), Oberstleutnant Carl Bolko, Freiherr von Richthofen.

 

Der östliche Divisionskessel zieht sich nach Süden Richtung Kastornoje zurück, der „westliche“ nach Westen über den Kschen und bezieht westlich des Tim, am 3. Februar, mit den ihr entgegen gekommenen Teile der 4. Panzer-Division eine Auffangstellung. Am 4. Februar liegen Teile der Division weiter bei der 4. Panzer-Division nordöstlich Kursk bei Tschigiry (Schtschigry), weichen aber zum Abend des 5. Februar nach Westen, Ostreschkowo (Ostreshkovo) aus. Am Abend des 6. Februar liegen die zwei Regimenter (mit Divisionsstab) der 82. Infanterie-Division östlich Kursk am Standtrand, tagsdarauf südlich und verteidigen mit der 4. Panzer-Division die Stadt und halten diese bis zum 9. Februar. Danach liegt sie, am 11. Februar, südlich Kursk, am Fluss Reut, in Linie Kostornaja (Kostornaya)- Ljubatsch (Lyubach) und wird Verstärkt durch Teile der 327. Infanterie-Division. Die Heeresgruppe B wird aufgelöst und die 2. Armee (ab. 4. Februar Generaloberst Walter Weiss) wird der Heeresgruppe MITTE (Generalfeldmarschall Günther von Kluge) unterstellt. Die Verstärkungskräfte treffen am 16. Februar ein und liegen am nördlichen Flügel der Division. Diese Stellung wird gehalten bis zum 20. Februar. Rege Gefechtstätigkeit bedingt aber den Verlust von Ljubatsch, die Stärke der sowjetischen Angriffe erfordern am Folgetag eine Zurücknahme der Hauptkampflinie (HKL) des XIII. und VII. Armeekorps, diese Verläuft nun entlang der Strasse Kostornaja-Ssoldatskoje (Bol‘ shoye Soldatskoye). An diesem Tag erfolgt auch die Ablösung des Kommandeurs XIII. Armeekorps, Erich Straube, der Verwundet wurde durch General der Infanterie Friedrich Siebert. Diese Stellung wird gegen Angriffe bis zum 25. Februar gehalten. Am 26. Februar geht man östlich der Bahnlinie Lgoff-Charkow in Stellung, hält diese Stellung bis zum 1. März, es erfolgt eine Rücknahme des Südflügels der Division, die Nachbardivision (26. Infanterie-Division) muss zurückgehen. Am Nachfolgenden Tag, dem 2. März, liegen die Stellungen westlich der Bahnlinie, es wird verzögend auf die Linie Pogrebki - Swerlikowschtschina (Swerdlikovo) zurückgegangen. Die Stellungen halten bis zum 5. März, dann werden das VII. u. XIII. Armeekorps auf die Linie Ssumy-Rylsk zurückgenommen. Die 82. Infanterie-Division wird am 7. März aus der Front genommen, nach Westen, östlich von Glukoff, nach Gorodischtsche verlegt. Dort wird die Division aufgefrischt (siehe: Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 6: Landstreitkräfte 71–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979, S. 63). Die Verluste der Division waren enorm, die "Schnelle Abteilung 182" und das Pionierbataillon 182 wurden zerschlagen. Die Chronik des Infanterie-Regiment 168 schreibt dazu: "Das Regiment bestand zu diesem Zeitpunkt nur noch aus 3 Schützenkompanien und 1 MG-Kompanie." Der Kommandeur des Artillerieregiments 182, Oberst Hans-Walter Heyne, erhält am 15. März sein neues Kommando: er wird Kommandeur der 82. Infanterie-Division. Seit dem 28. März 1942 war Heyne in der Division als Kommandeur des AR 182. Im April fällt dieser kurzfristig aus, so dass der 1a der Division, Oberst Friedrich-August Weinknecht, die Division bis zur Rückkehr Heyne´s, Mitte Mai, mit der Stellenbezeichnung „Divisionsführer“ führt. Heyne wird am 1. Juni zum Generalmajor befördert und befehligt von da ab seine 82. Infanterie-Division bis zu ihrer Auflösung.

Verlustliste aus dem KTB
Verlustliste der Quartiermeisterabteilung des XIII. AK:
Der Ersatz ist noch nicht mal die Hälfte der Verluste!

 


Generalmajor Hans-Walter Heyne, zunächst Kdr ArtRgt 182 (Oberst), ab 15. März 1943 DivKdr
(hier: Oberst)

Oberst Weinknecht

Oberst Weinknecht 1a der Division

 

Auszug KTB Übersicht der Kopfstärke der Rgt´er der 82. ID

Am 9. Februar trifft der Stab der 82. ID in Kastornaja ein und übernimmt -wie befohlen- die Sicherung des Reut-Tal-Abschnittes (Perewersewo-Ssopelewka). Die Division wird durch folgende Einheiten verstärkt:

GR 166 (82. ID) mit ca. 500 Mann

Gruppe Reinhardt mit ca. 250 Mann

Gruppe Matzmohr (82.) mit ca. 600 Mann

Gruppe Heising (377.) mit ca. 700 Mann

H.Pz.Jg.Abt B (Heerespanzerjägerabteilung/Korpstruppen) mit ca. 12 sPAK 40

Am 11.02. um 20.00 Uhr wird das Rgt Berg (82. ID) aus der Südflanke des Korps angezogen und als bewegliche Reserve für den Lubatsch-Abschnitt bereit gehalten. Am 14.02. erhält die 82. ID um 17.30 den Auftrag die Orte Malzewo und Krasen.Gorka zu besetzen und am Tag die Höhe 247,8 durch Gefechtsvorposten zu sichern. Am folgenden Tag werden die Stellungen des Btl´s Mörle angegriffen.

Es folgen weitere Ausweich- und Absetzbewegungen. Am 5.3. wird die 82. ID aus dem Verband XIII. AK gelöst und dem VII. AK zugeführt. Dies ist jedoch nicht von Dauer, denn am 9.3. wird sie wieder dem XIII. AK unterstellt. Im KTB heisst es: "[...] 26. und 82 ID scheiden aus dem Korpsverband aus und treten zum VIII. AK. Aus diesem Grund ergeht ein Korpsbefehl an 82. ID, die dem Korps ununterbrochen 9 Monate angehört hat, heraus [...]"

 

Rückzug zum Dnjepr bis zur Einkesselung

Nach Abbruch des Unternehmens "Zitadelle", bedingt durch die Alliierte Invasion Siziliens am 10 Juli 1943 und Herauslösung des II. SS-PzKorps aus den Angriffsverbänden der Heeresgruppe SÜD (Verlegung nach Italien), begannen Rückzugsgefechte durch die von der Roten Armee durchgeführten Gegenoffensiven "Operation Kutusow" (Orjoler Operation 12. Juli bis 18. August 1943), "Operation Rumjanzew" (Belgorod-Charkower Operation 3.-23. August 1943) im Bereich der Heeresgruppe SÜD. Mit diesen beiden Operationen werden die beiden Balkone der Wehrmacht südlich und nördlich des Kursker Frontbogens "bereinigt".

Nach den Rückzugskämpfen über den Kschen und Tim, sowie der Stabilisierung der Ostfront im Frühjahr 1943, lag die Division vom 18. März bis zum 26. August 1943 zwischen Rylsk (südlich) und Sswesk (nördlich) bei Judina (Yudovka). In dieser Zeit war die Division der 2. Armee (Generaloberst Walter Weiss) der Heeresgruppe MITTE (Generalfeldmarschall Günther von Kluge) unterstellt. Im Rahmen des Unternehmens "Zitadelle", war ihr Auftrag den zugewiesenen Frontabschnitt zu verteidigen. In der Lagekarte vom 16. August (morgens) sind Bewegungen aus dem Raum Kromny-Dimitrowsk (südwestlich Orel) in Richtung Dimitrijew-Lgowskyj als „Starke Bewegungen“ und aus östlicher Richtung als „Starker Verkehr“ vermerkt – also Anzeichen einer bald beginnenden sowjetischen Offensivoperation im Bereich Sswesk-Rylsk. Am 26. August um 7.30 Uhr beginnt die sowjetische Offensive, die unter dem Namen "Schlacht am Dnjepr" ihren Weg in die Geschichte findet. Der Angriff an der Korpsgrenze XIII. Armeekorps (südlich) und XX. Armeekorps (nördlich) trifft die 82. und 327. Infanterie-Division mit voller Wucht. Zum Tagesende wird die Division nach Südwesten, ca. 10km nach Ssalnoje (Sal’noye), Linie Ssalnoje-Strekalovka (Strekalovo) zurückgedrängt. Am 27. August zeigt die Lagekarte eine zusammengebrochene, aufgerissene Front. Aufgeklärte sowjetischen Verbände: 2. Panzerarmee und 65. Armee. Etwa 12km südwestlich wurde die Division im Laufe des 27. August nach Ssopytsch (Sopych) zurückgedrängt. Nun beginnt, nach Sicht auf die Lagekarte, eine Art Flucht. Die Front wurde durchbrochen, die Division geht nach Gorodischtsche (Gorodishche), östlich. Glukoff (Glukov), zurück. Am 30. August fällt Rylsk an die Truppen der russischen Zentralfront von Armeegeneral Konstantin Rokossowski, die 82. behauptet ihre Stellung, muss sich aber auf Grund des starken Drucks über Chelopkowo (Chernivs’ke), 11km, nach Wjasenka (V’yazenka), ca. 18km, am 1. September, kämpfend zurückziehen. Aufgrund der Lage wird das XIII. Armeekorps, das nach Süden abgedrängt wurde, der 4. Panzerarmee (Hermann Hoth)/siehe Ostfront Bd 8 Frieser S. 359) unterstellt und bildet damit die Nordflanke der Heeresgruppe SÜD. Am 2. September befindet sich die Front nördlich des Seijm, tagsdarauf südlich davon, nordöstlich Konotop, zwischen Ljnbatoff (Lyubytove) und Mamen (Kamin‘). Dazu steht in der Chronik des Infanterie-Regiment 168 auf Seite 55: "Da das Infanterie-Regiment166 [..] nach Norden abgedrängt ist und das Infanterie-Regiment158 nur noch geringe Kräfte besitzt, besteht die Infanterie der 82. Infanterie-Divisionfast nur noch aus dem Infanterie-Regiment 168". In der Lagekarte ist die Stellung mit „Gr. Gen Heyne (82.)“ (Gruppe General Heyne (82.))“ gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Division empfindlich geschwächt wurde und nun (nur noch) als Kampfgruppe geführt wird. Im Laufe des 4. und 5. September wird das XIII. Armeekorps 18km weiter nach Süden gedrängt, die 82. Infanterie-Division liegt rechts Konotop, Dubowjas-Post (Dubov' yazivka) an der Bahnlinie Konotop-Lgoff. Konotop fällt am 6. September, die Division zieht sich mit der ihr Unterstellten Teilen 327. Infanterie-Division nach Gitewka (Deptivka), etwa 11km, zurück. Die Ortschaft Gitewka wird in der Chronik des Infanterie-Regiment 168 als "Girewka" benannt, auch hier hatte die Division schwere Kämpfe zu erdulden. Diese Stellung wird bis zum 11. September gehalten, bis der Druck der Roten Armee am 12. September die Kampfgruppe südwestlich Konotop, bei Krassny-Koljadin (Krasnyi Kolyadyn), westlich des Romen schiebt. Am 7. September wechselt der Kommandierende General des XIII. Armeekorps erneut: General der Infanterie Arthur Hauffe ersetzt Siebert. Zum 13. September wird die Kampfgruppe aus der HKL gelöst und liegt als Sicherung oder Reserve Jarochewka (Ukrains´ke wurde wohl umgeändert) und marschiert in südöstlicher Richtung nach Glinsk (Hlyns'k), östlich Priluki (Pryluky), südwestlich Romny (Romny), zur Unterstützung der 75. Infanterie-Division. Am 14. September geschah dann das Unglück: Die sowjetischen Zentralfront brach durch die Nahtstelle der beiden Heeresgruppen, deren Grenze das XIII. Armeekorps war (Der zweite Weltkrieg, Band Der Vormarsch der Roten Armee, Time-Life, Amsterdam 1982, ISBN: 9-06-182-440-0, S. 61), so erfolgte am 15. September der Rückzugsbefehl, zum Absetzen hinter den Dnjepr durch den Kommandierenden der Heeresgruppe SÜD, Generalfeldmarschall Erich von Manstein. Nun beginnt der Wettlauf auf die Dnjeprbrücken. Durch die Absetzbewegung des Rückzugsbefehls und den feindlichen Druck, zieht sich die Kampfgruppe am 16. September  südöstlich von Priluki, nach Warwa (Warwa), zurück. Hierzu die Chronik Infanterie-Regiment 168: "[...]der Partisanenwald von Priluki, der kämpfend umgangen werden musste [...]." Am Tagdarauf, südlich Priluki bei Oserjany (Ozeryany), am 17. August östlich Kiew. Von Ikowzy (Ivkivtzy) bis Kiew sind es noch (Luftlinie) 145km, es gilt jetzt, die sowjetischen Angriffe zu verzögern, damit die nördlichen Teile der Heeresgruppe über den Dnjepr gehen können. Die 82. Infanterie-Division wird am 18. September aus der HKL genommen und nördlich Jagotin (Jahotyn), bei Beresanka (Mala Beresanka) vor dem Trubesh, ging über den Trubesh und wurde bei Barischowka (Baryschiwka) aufgestellt und bereitet Verteidigungsstellungen für die Aufnahme der zurückgehenden 88. Infanterie-Division vor. Die Kampfgruppe 82 selbst verlegt südlich nach Rogosoff (Rohoziv). Glaubt man der Lagekarte, untersteht sie seit dem 18. September dem VII. Armeekorps. 19. September: Rückzug nach Westen Wogosoff (Woroziv), einsetzende stärkerer Feindtätigkeiten, die sich am 22. September zum Angriff auf die komplette Front der Heeresgruppe Mitte, von Tschernobyl über Kiew (Nordflanke Heeresgruppe Süd, 4. PzArmee), Tscherkassy, Poltawa Angriffsrichtung Krementschug (8. Armee) , Dnjeprpetrowsk (1. PzArmee), Saporoshje, Melitopol (6. Armee) bis zur Mündung ins Asowsche Meer. Starke Angriffe auf den Kubanbrückenkopf an der Landenge bei Kertsch/Krim (Heeresgruppe A, 17. Armee). Die Division setzt vom 23. auf den 24. September über.

Kampf um den Brückenkopf Ljutesch

Nach dem Übergang über den Dnjepr, liegt die Kampfgruppe 82 mit Teilen der 327. Infanterie-Division, am 23. September, nördlich Kiew bei Nowo Petrowzy (Novi Pitrivtsi) am „Kiewer Meer“. Hier liegt die Division bis um den 16. November. Am 26. September gilt es den Brückenkopf von Ljutesch zu beseitigen (Der Zweite Weltkrieg, Band Der Vormarsch der Roten Armee, Time-Life, Amsterdam 1982, ISBN: 9-06-182-440-0 S.65 Entwicklung des Brückenkopfes von Ljuetsch (Lyutizh)). Sie stellt eine Eingreiftruppe zur Klärung der Lage bei Jasnogorodka (Yasnohorodka), hier wird der Feind im harten Kampf geworfen. Kurt Mehner zitiert aus den Lageberichten des GenStdH: "Nach wirkungsvoller Luftwaffenunterstützung trat bei Jasnogorodka Eingreiftruppe der 82. Infanterie-Division zum Gegenangriff an und drang bis Ortsmitte vor. Harte Kämpfe noch im Gange" (vgl. Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. Seiten 155-231, S. 163). Im Bereich Ljutesh (Lyutizh) baut die Rote Armee einen kleinen Brückenkopf stetig aus, der zunächst unbemerkt von Rossokowski bleibt, aber einige Tage später von ihm als Startpunkt zur Befreiung Kiews (16. November) stetig vergrössert und aufgebaut wird. Ab dem 1. Oktober startet die "Woronescher Front" (Rossokowski) die Operation "Angriffsoperation von Ljutesch", die bis zum 2. November andauert (Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg Band 8: Die Ostfront 1943/44, Kapitel III: Karl-Heinz Frieser: Die Rückzugsoperationen der Heeresgruppe SÜD in der Ukraine, Deutsche Verlagsanstalt München 2007, ISBN: 978-3-421-06235-2, S. 370).  Ständige Angriffe und Gegenangriffe wechseln sich ab. So erfolgt um den 9./10. Oktober ein Angriff auf Stara Petrowzy (Stari Pitrivtsi), das vom Feind besetzt ist und der geworfen  wird. Dazu berichtet die Chronik auf Seite 56: "[...] Schon nach wenigen Tagen hat der Russe beim nördlich anschließendem Regiment der Nachbardivision [gemeint ist die 208. ID] einen Brückenkopf gebildet. Alle deutschen Gegenangriffe brechen unter schwersten Verlusten bei massivstem Einsatz russischer panzberechrechender Waffen, Granatwerfer und Geschützen zusammen. Auf einer Unterwasserbrücke, die von Flieger nicht ausgemacht werden kann, schafft der Russe Panzer auf Panzer über den Fluss [...]." Die Aussage der Chronik wird durch das Buch Die Ostfront Frieser auf S.371 bestätigt.

Lage am 27. September 1943 Brückenkopf Ljutesh
Lage am 27. September 1943: Übergang bei Wyschhorod und Jassnogorodka

Dieser liegt im Einsatzraum der 82. Infanterie-Division, er reicht von Ljutesch (Lyutizh) nach Nowo Petrowzy (Novi Petrivtsi). Es wird versucht den Brückenkopf zunächst in Kompaniestärke, dann in Bataillonsstärke zu bereinigen, was jedoch fehlschlägt, da die Stelle erhöht liegt. Wyschhorod (Wyschhorod) wird von der 88. und 75. Infanterie-Division gehalten. Am 5. Oktober erfolgt ein Angriff zur Verkleinerung des Brückenkopfes, Kurt Mehner zitiert: „4. Panzerarmee: […] Gegner im zähem, verlustreichen Kampf aus Staryje Petrowzy [Stari Petrivtsi andere Schreibweise wie in der Lagekarte]  geworfen, nordwestlich Ljutesch [Lyutizh] HKL gefestigt […]“ (vgl. Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945, S. 183). Die Kämpfe setzen sich am Folgetag fort, Mehner weiter: „Bei 4. Panzerarmee harte wechselvolle Kämpfe mit übergegangenem Feind bei Staryje Petrowzy [Stari Petrivitsi] und langsam fortschreitender eigener Gegenangriff […]“ (vgl. Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. S. 196). Zum 7. Oktober hat der Brückenkopf schon die Ausmasse von ca 7km², er ragt Keilförmig zwischen Kiew und Jassnogorodka (Yasnohordka) dieseits des Dnjepr in das Hinterland. Die Division hielt den Angriffen aus dem Brückenkopf am 9. und 10 Oktober stand, Mehner: „Bei 4. Panzerarmee feindl. Angriffe aus dem Raum Ljutesch [Lyutizh] gegen Abriegelungsfront 82. Infanterie-Divisionabgewiesen. […]“ (vgl. Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. S. 209). Tags darauf Gegenangriff auf Stara Petrowzy (Stari Petrivtsi). Am 12. Oktober beginnt ein Ausbruchsversuch mit massivem Panzer- und Infanterieeinsatz. In der Lagekarte vom 13. Oktober hat sich der Brückenkopf in südlicher Richtung ausgebildet: westliche Linie: Litwinowka (Lytvynivka)-Lubjanka (Lub´yanka), südliche Linie: Lubjanka (Lub´yanka)-Gostom (Hostomel´). Alarmeinheiten sperren die Linie Lubjanka (Lub´yanka)-Nemeschajewo (Nemishajeve) und entlang der Eisenbahnlinie Kiew-Korosten ab und drängen den Gegner in seine Ausgangsstellung zum Abend des Folgetages zurück. Am 16. Oktober versucht der Feind erneut entlang des Irpen auszubrechen, diesem folgt ein Gegenangriff der 82. Infanterie-Division und 68. Infanterie-Division, verstärkt durch Teile der 88. Infanterie-Division und letzter Reserven bei Nowo Petrowzy (Novi Petrivtsi). Kurt Mehner zitiert: “Bei 4. Panzerarmee führte Feind im Einbruchsraum Ljutesch [Lyutizh]-Demidowo [Demydiv] aus Gegend Guta-Meshigorskaja [Huta-Mezhir`ka] zahlreiche Angriffe mit Inf. und Panzern, die unter Abschuss von 21 Panzern, abgewiesen wurden […]“ (vgl. Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. S. 251-252). Bis zum Abend des 17. Oktober konnte die HKL wieder hergestellt werden. Angriffe am Folgetag wurden abgewiesen. Die Chronik Infanterie-Regiment 168 berichtet: "[...] Das Infanterie-Regiment 168 wird [erneut] eingeschlossen, kämpft sich aber nunmehr unter Führung von Oberstleutnant Schrieffer - mit Teilen wieder nach Süden in Richtung Kiew durch. Völlig erschöpft wird das Regiment am 20. Oktober 1943 aus diesem Brennpunkt des Kampfes herausgelöst und südlich von Kiew bei Ukrainska wieder eingesetzt" Allerdings schrumpfte die Gesamtstärke der Division, so dass am 21. Oktober die Herauslösung aus der HKL begann. Sie verlegte südlich Kiew in den Raum Krinitschi (Krenychi) bezog dort Stellung. Ihr wurden die Reste (die Hälfte) der 312. Sicherungs-Division angegliedert. Bis zum 26. Oktober liegen 2/3 der Division bereist dort, während 1/3 noch nördlich Kiew eingesetzt ist, ab dem 27. Oktober wird die Division wieder als Kampfgruppe bezeichnet.

Am 3. November wird die Division wieder als Division auf den Lagekarten geführt und ist weiterhin durch 1/3 der 213. Sicherungs-Division verstärkt. An diesem Tag beginnt der sowjetische Ausbrch aus dem Brückenkopf nördlich Kiew ("Kiewer Strategische Offensive"), Rokossokowski lässt seine Division in 2 divergierende Richtungen West (Schitomir) und Süd/Südwest Beleja Zerkoff ()(umfassend Kiew) angreifen. Nach 3 für beide Seiten, schweren Kampftagen, wird Kiew von der Wehrmacht geräumt (vgl Frieser Die Ostfront Bd.8 S.372). Kiew wurde unter hohen Verlusten für die Rote Armee von dieser genommen. Diese Tatsache bedingt, dass der Armeekommandeur der 4. Panzerarmee, Hermann Hoth, bei Hitler durch den Verlust von Kiew in Ungnade fällt und am 10. Dezember vom Kommando abbrufen und in die Führerreservere versetzt wird. Am 6. November wird die 82. ID aus ihrer Position Richtung Süden, südlich Nowo Bestaditschi (Novi Bezradychi), zurückgenommen und liegt nun in der Linie Kopatschi (Kobachiw)-Obuchoff (Obuchiw). Am 8. November wird der linke Flügel der Division gut 20km zurückgedrückt. Die Division hält nun den nördlichsten Punkt des Armeekorps, rechts an den Dnjepr - Triploje (Trypillja) angelehnt und links, westlich Tschernjachoff (Chernyakhiv). Die Verbindung zum linken Nachbar der 75. ID ist abgerissen, dazwischen eine Lücke von 18km. Um diese Lücke zu füllen, wird die Division geteilt, ein Teil der Division liegt weiterhin bei westlich Tschernjachoff (Chernyakhiv), während der andere Teil im Eilmarsch nach Germanowka (Hermanivka)-Kraspoje (Krasne) marschiert. Am 11. liegt die Division wieder geschlossen in der Linie Germanowka (Hermanivka)-Mirowka (Myrivka)-Antonowka (Antonivka) an der Bahnlinie (im Bau). Am 14. November versucht man Deutscherseits einen von Erich von Manstein geplanten Gegegnangriff nach Norden zu führen. Dazu liegen hinter der 82. ID Teile der SS-Division "Das Reich". Es gelingt die Front wenige Kilometer nach Norden zu verschieben. So liegen die Deutschen Einheiten, auch die 82. ID, exponiert auf einem Höhenplateau südlich des Flusses Krasnaja bei der Höhe 201. Diese Stellungen, nördlich Belaja Zerkoff (Bila Zerkwa) werden bis zum 17. Dezember gehalten (Vorhandenes Kartenmaterial NARA). Die Nachbardivision, in Lagekarten als 10. Panzerdivision/Panzergruppe bezeichnet, wird aus der Front herausgelöst, die Stellungen übernehmen die 82. und die 34. Infanterie-Division. Damit hat sich die Front der 4. Panzerarmee stabilisiert Allerdings hat sich der nördlich Tscherkassy gebildete sowjetische Brückenkopf (Brückenkopf Perejasslaw), im Bereich der 8. Armee, in den letzten Tagen erheblich erweitert und stellt nun eine Bedrohung aus südlicher Richtung dar. 

Das Ende:

Die Lagekarten der folgenden Monaten stehen nur zu Auswertung an. Sobald ich diese gesichtet habe und den Text dazu verfasst habe, werde ich dies hier ergänzen.
Rückzug in den Raum Kamenets-Podolsk (russ. Kamjanez-Podilskyj) von Januar bis März 1944 über Bershchev-Chortkov, Tscherkassy. Dort wurde die Division eingekesselt (Hube-Kessel). Die Chronik des Infanterie-Regiment 168 schreibt auf Seite 62 dazu: "[...] Die Division und besonders das Infanterie-Regiment 168 sind in diesem Kessel ständige Nachhut. [...] als der Kessel geöffnet wird, [zählte] das Regiment noch 70 Gewehre." Nach Ausbruch im April 1944 aus dem Kessel gingen Teile in Gefangenschaft und die verbliebenen Restteile der 82. Infanterie-Division wurden bei Buccacz als DivGr 82 von der 254. Infanterie-Division aufgenommen. Die Reste des Infanterie-Regiment 168 wurden auf die Regimentsgruppen 158, 166 (Reste der InfReg) verteilt. Die Chronik des Infanterie-Regiment 160 schreibt dazu: "[...] Aus den Bataillonen wurden Kompanien [...]."

Unterstellungen:

Datum

Heeresgruppe

Armee

Korps

Einsatzraum

Mai 1940

OKH Reserve

Bad Kissingen

Juni 1940

A

12. Armee

XXIII.

Frankreich

Juli 1940

Befehlshaber des Ersatzheeres (BdH)

Heimat

August 1940 - Februar 1941

Beurlaubung der Division

Wehrkreis IX

März – Mai 1941

Befehlshaber Niederlande

Niederlande

Juni 1941 – Mai 1942

Kommandeur der Truppen des Heeres Niederlande (Kdr. d. Tr. d. H.)

Niederlande

Juni 1942

Kdr. d. Tr. d. H.

XLVIII. PzAK

Eisenbahntransport

Juni - Juli 1942

SÜD

4. PzArmee

XIII.

Kursk

August 1942 – Januar 1943

B

2. Armee

XIII.

nördl. Kastornoje

Februar 1943 (Teile der Div)

B

2. Armee

Reserve

Kursk

März – August 1943

MITTE

2. Armee

XIII.

Sumy

September – Oktober 1943

SÜD

4. PzArmee

XIII.

nördl. Kiew

November 1943

SÜD

4. PzArmee

XXXXVIII.

südl. Kiew

Dezember 1943 – Januar 1944

SÜD

4. PzArmee

VII.

Bel Zerkow

Februar – März 1944

SÜD

1. PzArmee

VII.

Tscherkassy

April 1944

Nordukraine

1. PzArmee

XXXXVI.

Kamenets -
Podolsk

Mai 1944

Nordukraine

1. PzArmee

LIX.

Buczacz

 

Kommandeure der 82. Infanterie-Division:

Dienstgrad

Name

Beginn der  Verwendung

Ende der Verwendung

Generalmajor

Josef Lehmann

1. Dezember 1939

1. April 1942

Generalmajor

Friedrich Hoßbach *

1. April 1942

6. Juli 1942

Generalmajor

Alfred Baentsch **

6. Juli 1942

31. Januar 1943

Generalleutnant

Karl Faulenbach

31. Januar 1943

15. März 1943

Oberst

Hans-Walter Heyne***

15. März 1943

April 1943

Oberst

Friedrich-August Weinknecht ****

April 1943

Mai 1943

Generalleutnant

Hans-Walter Heyne

Mai 1943

10. Mai 1944

      * nach Lungendurchschuss ausgefallen und vom Kommando abgelöst
    ** durch Verwundung beim Angriff auf Woronesch seinen Verletzungen erlegen
  *** DivKdr Lehrgang?
**** Dienststellenbezeichnung "Divisionsführer" da nicht im Generalsrang

Gliederungen der 82. Infanterie-Division:

Aufstellung 1. Dezember 1939 Gliederung: Stand: 15. Januar 1940 Aktiv ab: 1. März 1940                                         Gliederungsschaubild
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Infanterieregiment 158

InfReg 158

I.-III. Bataillon, (schwere) 13. Kp Granatwerferkompanie

Infanterieregiment 166

InfReg 166

I.-III. Bataillon, (schwere) 13. Kp Granatwerferkompanie

Infanterieregiment 168

InfReg 168

I.-III. Bataillon, (schwere) 13. Kp Granatwerferkompanie

Artillerieregiment  182

ArtRgt 182

I. -IV. Abteilung

 

 

 

Aufklärungskompanie 182

AufklAbt 182

Radfahrschwadron

Panzerabwehr-Abteilung 182

PzJgAbt 182

m. deutscher Pak

Nachrichtenabteilung 182

NachrAbt 182

 

Pionierbataillon 182

PiBtl 182

m. leichter Pionier- und leichter Brückenbaukolonne

Division Nachschubführer 182

DivNschFhr 182

 

Nachschubkompanie 182, 1. Transportkolonne (mot), 2-9. Transportkolonne (besp), 10. Kraftwagenkolonne Betriebsstoff, Werkstattkompanie 182 (ohne 2. Kraftwagenzug)

Divisionseinheiten 182

DivEinh 182

 

Feldgendarmerietrupp 182, Divisionsverpflegungsamt 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182, Sanitätskompanie 182 (mot), 1. u. 2. Krankenkraftwagenkompanie 182, Hauptverbandsplatz 1. u. 2.

 

Aufstellungsgliederung: 01.12.1941                                                                                                                      Gliederungsschaubild
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182
Gliederungsunterlagen aus den Unterlagen der Nara

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Infanterieregiment 158

InfReg 158

I.-III. Bataillon, *1

Infanterieregiment 166

InfReg 166

I.-III. Bataillon, *1

Infanterieregiment 168

InfReg 168

I.-III. Bataillon, *1

Artillerieregiment  182

ArtRgt 182

I. -IV. Abteilung

 

 

 

Aufklärungsabteilung 182

Aufkl.Abt. 182

 

Panzerjägerabteilung 182

Pz.Jg.Abt. 182

 

Nachrichtenabteilung 182

Nachr.Abt. 182

(leichte) Nachrichtenkolonne (tmot =teilmotorisiert)

Pionierbataillon 182

Pi.Btl. 182

*1, (leichte) Pionierkolonne

Feldersatzbataillon 182

FErs.Btl. 182

 

Division Nachschubführer 182

DivNschFhr 182

 

Nachschubkompanie (tmot) 182, kl. Kraftwagenkolonne Betriebsstoff 10, Werkstattzug Kraftwagenkolonne (mot) 182, 1. u. 2. Kraftwagenkolonne (30t, mot), 3.-6. Kolonne (bespannt), 7.-9. (leichte) Kolonne

Divisionseinheiten 182

DivEinh 182

sind die folgenden Unterstützungseinheiten

Feldgendarmerietrupp 182, 1. und 2. Sanitätskompanie 182, 1. und 2. Krankenkraftwagenkompanie 182, Feldlazarett 182, Divisionsverpflegungsamt (DivV 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182

*1 Laut Gliederungsplanung OKH GenStdH 1942, sollte je 1 Kompanie der InfRgt eine Radfahrausstattung besitzen, dies war auch für eine PiKp geplant.
 

Gliederung: 01. Mai 1942 7. Februar 1942 Befehl OKH Volle Kampfdivision/Einsatz Russland                                       Gliederungsschaubild
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Infanterieregiment 158 mit I.-III. Bataillon

InfReg 158

Granatwerferkompanie wird Infanteriegeschützkompanie

Infanterieregiment 166 mit I.-III. Bataillon

InfReg 166

Granatwerferkompanie wird  Infanteriegeschützkompanie

Infanterieregiment 168 mit I.-III. Bataillon

InfReg 168

Granatwerferkompanie wird  Infanteriegeschützkompanie

Artillerieregiment  182 mit I. -IV. Abteilung

ArtRgt 182

 

 

 

 

Division Nachschubführer 182

DivNSchFhr 182

 

Feldersatzbataillon 182

FErs.Btl. 182

 

Nachrichtenabteilung 182

Nachr.Abt. 182

 

Panzerjägerabteilung 182

Pz.Jg.Abt. 182

 

Aufklärungsabteilung 182

Aufkl.Abt. 182

 

Pionierbataillon 182

Pi.Btl. 182

 

Divisionseinheiten 182

DivEinh 182

sind die folgenden Unterstützungseinheiten

Feldgendarmerietrupp 182, 1. und 2. Sanitätskompanie (SanKp) 182, 1. und 2. Krankenwagenkompanie 182, Feldlazarett 182, Divisionsverpflegungsamt (DivVpflA) 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182

 

Gliederung 1942 vor "Fall Blau"                                                                                                                             Gliederungsschaubild
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Infanterieregiment 158 mit I.-III. Bataillon

InfReg 158

 

Infanterieregiment 166 mit I.-III. Bataillon

InfReg 166

 

Infanterieregiment 168 mit I.-III. Bataillon

InfReg 168

 

Artillerieregiment  182 mit I. -IV. Abteilung

ArtRgt 182

 

 

 

 

Division Nachschubführer 182

DivNSchFhr 182

 

Feldersatzbataillon 182

FErs.Btl. 182

 

Nachrichtenabteilung 182

Nachr.Abt. 182

 

Panzerjägerabteilung 182

Pz.Jg.Abt. 182

 

Aufklärungsabteilung 182

Aufkl.Abt. 182

 

Pionierbataillon 182

Pi.Btl. 182

 

Divisionseinheiten 182

DivEinh 182

sind die folgenden Unterstützungseinheiten

Feldgendarmerietrupp 182, 1. und 2. Sanitätskompanie (SanKp) 182, 1. und 2. Krankenwagenkompanie 182, Feldlazarett 182, Divisionsverpflegungsamt (DivVpflA) 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182

 

Gliederung Sommer 1943                                                                                                                                     Gliederungsschaubild
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Infanterieregiment 158 mit I.-III. Bataillon

InfReg 158

Auffrischung

Infanterieregiment 166 mit I.-III. Bataillon

InfReg 166

Auffrischung

Infanterieregiment 168 mit I.-III. Bataillon

InfReg 168

Auffrischung

Artillerieregiment  182 mit I. -IV. Abteilung

ArtRgt 182

Auffrischung

 

 

 

Division Nachschubführer 182

DivNSchFhr 182

 

Schnelle Abteilung

SchnelleAbt 182

Neuaufstellung nach Zerschlagung

Feldersatzbataillon 182

FErs.Btl. 182

Aufgestellt am 15. Juni 1943

Nachrichtenabteilung 182

Nachr.Abt. 182

Neuaufstellung nach Zerschlagung

Panzerjägerabteilung 182

Pz.Jg.Abt. 182

Neuaufstellung 1. April 1943 nach Zerschlagung

Aufklärungsabteilung 182

Aufkl.Abt. 182

verschmolzen mit Radfahrschwadron 182 zu "Schnelle Abteilung"

Pionierbataillon 182

Pi.Btl. 182

Neuaufstellung nach Zerschlagung

Divisionseinheiten 182

DivEinh 182

sind die folgenden Unterstützungseinheiten

Feldgendarmerietrupp 182, 1. und 2. Sanitätskompanie (SanKp) 182, 1. und 2. Krankenwagenkompanie 182, Feldlazarett 182, Divisionsverpflegungsamt (DivVpflA) 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182

 

Gliederung 1944 "Divisionsgruppe 82"
entnommen aus Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.
Band 6: Landstreitkräfte 61–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap. 82
Band 7: Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979: Kap.  158, 166, 168, 182

Langtext

Abkürzung

Ergänzungen

Regimentgruppe 158

RegGr 158

gebildet aus I./158

Regimentgruppe 166

RegGr 166

gebildet aus I./166 aus 13. und 14. Kompanie des 1. Bataillons

Infanterieregiment 168 aufgelöst m. Division

GrenReg 168

Aufgeteilt und die RegGr 158/166 verteilt

Artillerieregiment  182 aufgelöst m. Division

ArtRgt 182

II. Abt trat als III./182 mit 7., 8., 9. Bttr dem ArtRgt 254 bei

 

 

 

Division Nachschubführer 182

DivNSchFhr 182

aufgelöst am 23. Juni 1944

Feldersatzbataillon 182 aufgelöst m. Division

FErs.Btl. 182

eventuell schon früher aufgelöst

Nachrichtenabteilung 182 aufgelöst m. Division

Nachr.Abt. 182

 

Panzerjägerabteilung 182 aufgelöst m. Division

Pz.Jg.Abt. 182

 

Aufklärungsabteilung 182

Aufkl.Abt. 182

Verbleib n. Ausbruch Hube-Kessel unbekannt

Pionierbataillon 182 aufgelöst m. Division

Pi.Btl. 182

 

Feldgendarmerietrupp 182, 1. und 2. Sanitätskompanie (SanKp) 182, 1. und 2. Krankenwagenkompanie 182, Feldlazarett 182, Divisionsverpflegungsamt (DivVpflA) 182, Schlachtereikompanie 182, Bäckereikompanie 182, Quartiermeistertrupp 182, Feldposttrupp 182, Veterinärkompanie 182

Literaturhinweise:

* Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 6: Landstreitkräfte 71–130. Biblio-Verlag, Osnabrück, 2. verb. Auflage 1979, ISBN 3-7648-1172-2, S. 62–67: Informationen 82. ID
*Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 7: Landstreikräfte 131–200, Biblio Verlag Osnabrück, 1973, ISBN 3-7648-0872-1, S. 110, 149, 158, 215, 216: Informationen zu den Regimentern/Bataillon und andere Divisionseinheiten 182.
* Kurt Mehner: Die Geheimen Tagesberichte der Deutschen Wehrmachtführung im Zweiten Weltkrieg, 1939-1945. Seiten 155-231, 238, 355-361: Namentliche Nennung der Division in den Lageberichten des OKH, GenStdH OpAbtIIIb
* Karl Volz, Siegfried Mühlhausen: Infanterie-Regiment 168, Eine Chronik. Anlässlich des Ehemaligen Treffen 1989 in Marbug/Lahn: unvollständig, da die schweren Gefechte im Norden Kiews (Brückenkopf Ljuetsch) nicht beschrieben sind. Ausführlich beschrieben die Gefechte zum Angriff auf Woronesch, Sicherung der Nordflanke der 2. Armee nördlich Kastornoje und Rückzug nach Ssumy
* Erich von Manstein: Verlorene Siege, 12. Auflage, Bernard und Graefe, Bonn 1991, ISBN 3-7637-5253-6 siehe Kapitel: Der Kampf um die Dnjeprlinie S. 544-548; Schlacht um Kiew S.553-558. Das Buch beschreibt jedoch die Operationen der Heeresgruppe auf den Ebenen Heeresgruppe, Armeekorps und Armee.

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